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PAAS - Bauwerksanierung                              

           

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Verfugung- Verfestigung- Anstrich/ Hydrophobierung

Sind steinsichtige Mauerwerksoberflächen einer na­türlichen Bewitterung unterworfen, stellen sich in den oberflächennahen Mauerwerksbereichen wech­selnde Feuchte- und Temperaturverhältnisse ein. Diese sind abhängig von den tages- und jahreszeit­lichen Witterungsverhältnissen. Besonders be­troffen sind die auf der Wetterseite gelegenen, ober­flächennahen Mauerwerksbereiche. Ständig ändernde Umgebungsverhältnisse führen zu einer wechselnden Abfolge von Besonnung und Ver­schattung, von Beregnung und Trocknung, von Er­wärmung und Abkühlung und dies insbesonder an Süd bzw. Süd-Westfassaden. Mit der Temperatur- und Feuchteänderung in den oberflächennahen Mauer­werksbereichen sind Formänderungsbestrebungen der betroffenen Baumaterialien verbunden.  Deren Behinderung kann beträchtliche Beanspruchungen des Materialgefüges verursachen(Zwängungen). Abhängig von der Intensität der Beanspruchung wie auch des Wider­standsvermögens der verbauten Mauerwerks­materialien stellt sich dabei eine mehr oder weniger rasche Materialermüdung ein, die sich in Form von Rissbildungen, Absandungen oder Schalenbildungen an den Steinoberflächen wie auch den Fugenabschlüssen abzeichnen, das Material ermüdet. Längerandauernde oder immer wiederkehrende Feuchtelasten, verschmutzungen sowie Umweltbelastungen können auch zu Umbildungen des Mineralgefüges führen, die meist mit einer Entfestigung der Materialien ein­hergehen. Sind oberflächennahen Mauerwerks­bereiche gar mit löslichen Salzen belastet, kommt abhängig von Temperatur- und Feuchteverhältniss ein ständiger Wechsel zwischen Kristallisieren und in Lösung gehen der Salze und damit verbundenen eine zusätzliche Mate­rialermüdung hinzu. Die Fragestellung lautet also, sind Maßnahmen zu ergreifen mit denen der Feuchtezutritt an der Mauerwerksober­fläche behindert werden kann(Hydrophobierung) ohne die Dampfdiffusions zu stören. Ist die Oberflächenfestigkeit noch gegeben oder muß verfestigt werden. Eine besondere Be­deutung haben hierbei die Mörtelfugen(Profil und Rezeptur). Um die Feuchteaufnahme des Mauerwerks über die bewitterten Oberflächen der saugenden Steine und Fugen zu begrenzen, ist ebenfalls das Feuchteverhalten der aufgehen­den Wandbauteile zu berücksichtigen. Eine voll-flächig wirksame Hydrophobierung kann im Falle einer Schlagregenbeanspruchung der Wandoberfläche den Feuchtezutritt ins Mauerwerksinnere wirksam behindern. In Bodennahen Wandbereichen wird der Feuchtehaushalt des Sockelmauer­werks nicht nur von der Feuchtelast durch Bereg­nung, sondern oftmals vor allem von der aufsteigen­den Feuchte bestimmt. Eine bei vorhandener aufsteigender Feuchte Hydrophobierte Wand, wird einen gegenteiligen Effekt als den der Entfeuchtung haben und auf kurz oder lang zu massiven Schäden führen da eine etwaige Salzkristallisation in diesem Fall nicht an der Steinoberfläche stattfindet sondern in der Mauerschale. Was die Sprengung des Steins infolge Kristallisationsdruck zur Folge hat.

Hydrophobierung ist eine Wasser abweisende Imprägnierung eines kapillarporigen Untergrundes wie Mauerwerk, Klinker, Mörtel und Zementputz. Die Imprägnierungen bestehen in der Regel aus Silikonharzen oder Siloxan in organischen  Lösungsmitteln. Während die anorganischen Silizium-Anteile für die Haftung am mineralischen Untergrund sorgen, bewirken die angelagerten organischen Bausteine (Methylgruppen) den wasserabweisenden Effekt. Hydrophobierte Flächen lassen Regenwasser abperlen, behindern aber eine Diffusion von Wasserdampf kaum. Sie sind Farblos und in ihrer Anwendung unproblematisch. Dennoch, bei unsachgemäßer Anwendung kann es zu Schäden an der Fassade, Schalenbildung und Sprengung des Steines kommen.  Eine fachgerechte Hydrophobierung sollte mit der Bestimmung des w-wertes (wasseraufnahmekoeffizient) der Wand beginnen und im anschluss die Wasseraufnahmeverringerung (nach Karstens) auch beweisen. 

Schon kurze Zeit nach dem Auftrag der hydrophobierenden Imprägnierlösung zeigt sich beim Aufsprühen von Wasser der typische Abperleffekt(sieh Bild unten), der sehr eindrucksvoll ist, jedoch letztendlich nichts über die Qualität der Hydrophobierung aussagt. Wichtig für die Langzeitwirksamkeit ist einerseits die Tiefenwirkung un andererseits die Alkalibeständigkeit. Man kann sich über die Wirksamkeit sehr leicht täuschen wenn der Abperleffekt in den ersten Wochen hervorragend ist, so heißt das noch gar nichts. Die langfristige Wirkung kann vorhanden sein oder auch nicht. Problematisch, weil vom Anwender nicht zu kontrollieren, sind zwei Faktoren, der Wirkstoff und seine Alkalibeständigkeit sowie der Wirkstoffgehalt, also die Konzentration der Lösung. Ein guter Wirkstoff, aber in zu geringer Menge im Hydrophobierungsmittel enthalten, ist genauso schlecht wie ein schlechter Wirkstoff in ausreichender Konzentration. Angenommen, der Abperleffekt ist anfangs sehr schön ausgeprägt, aber schon nach wenigen Monaten steigt die Wasseraufnahme des Fassadenbaustoffs bereits wieder kontinuierlich an. Bis man bemerkt, dass man über's Ohr gehauen wurde, sind viele Monate seit der Arbeitsausführung vergangen und nachweisen kann man ihm sowieso gar nichts. Viele Noname-Produkte enthalten viel zu wenig und/oder einen schlechten Wirkstoff für eine nachhaltige Wirksamkeit und trotzdem werden sie immer wieder gekauft - "Sparen am falschen Ende". Umgekehrt: Selbst wenn der Abperleffekt schon nach kurzer Zeit verschwunden ist, kann die eigentliche Hydrophobierung, die Reduzierung der kapillaren Wasseraufnahme, noch voll vorhanden sein. Die Ursache für das baldige Verschwinden des Abperleffektes liegt darin, dass die Siliconharze zwar chemisch sehr stabil sind, jedoch von UV-Strahlung recht schnell abgebaut werden. Schon nach kurzer Zeit in der Sonne werden hydrophobierte Flächen wieder von Wasser benetzt. Die UV-Strahlung der Sonne dringt jedoch nicht in den Baustoff ein und dadurch bleibt der im inneren befindliche Anteil der Hydrophobierung davon unbeeinträchtigt. Nur die durch Abrieb oder andere mechanische Beschädigung der Oberfläche freigelegten und damit der UV-Strahlung zugänglich gemachten Bereiche können angegriffen werden. Aus diesem Grund ist die Eindringtiefe für die Dauerhaftigkeit der Maßnahme eminent wichtig.

Wir führen Verfugungen mit spezielen Fugmörtelmischungen z.b. Luftporenbildner(dauerhaft hydrophob eingestellt), Hydrophobierungen auf Silan/ Siloxsanbasis sowie Mauerwerks/ Steinverfestigungen mit Kieselsäureester aus und fertigen gern für Sie, kundenspezifisch, Schlämmörtel mit diesen Produkten an. j.h.schröters                                                                                                                             

Austreiben der Altfuge mit 800 Bar. Nützlicher Nebeneffekt, die Fassadenreinigung geschieht gleich mit und durch das feuchte Mauerwerk kann die neue Fuge beim Abbinden nicht verbrennen und härtet optimal aus.

                                                                                                                                               

Hydrophobierte Wand als Detailansicht.